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Walter Pfeiffer . Chasing Beauty
SRF - Sendung mit Walter Pfeiffer im Focus

Walter Pfeiffer kann Glamour. Für seine Neujahrswünsche posiert er auch gern mal im weissen Fake-Fur, gemeinsam mit dem Model Laetitia Casta, vor dem Eiffelturm. Walter Pfeiffer weiss, wann es «Klick» macht, hat aber nach eigenen Aussagen keinen blassen Schimmer von den technischen Kinkerlitzchen des Fotografierens. Muss er auch nicht. Spätestens seit ihn Hochglanzmagazine und Fashion-Brands entdeckt haben, feiert Pfeiffer mit seinen Bildern voller Schalk und Charme, eine späte Karriere. Wie es dazu kam und warum sich Walter Pfeiffer beim Wandern gerne verläuft, verrät er in «Focus».

Sendung Radio SRF Focus

SRF - Bericht von Rebecca Spring

«Chasing Beauty»: Der Mann, der das Schöne jagt
Mit Bildern von hübschen Männern fing es für Walter Pfeiffer in den 70ern an. Doch international bekannt wurde der Schweizer Fotograf erst Anfang der 2000er. Die Karriere eines Spätzünders.

Die Doku
«Wir machen die Arbeit so lange, bis der Meister zufrieden ist», sagt ein Männermodel von Walter Pfeiffer. Regisseur Iwan Schumacher lässt im Dokumentarfilm «Chasing Beauty» Modelle aus vier Jahrzenten erzählen. Und natürlich kommt Pfeiffer ausführlich zu Wort. Ein spannendes Portrait, ein spannendes Stück Geschichte für Fans der Modefotografie.
Vor fast 50 Jahren begann der junge Walter Pfeiffer, Fotos von schönen Männern zu machen. Das Talent des gelernten Dekorateurs blieb nicht unentdeckt: Seine Bilder erschienen in einigen Magazinen und wurden auch an Kunstausstellungen gezeigt.

Hunderte von jungen Männern – und später auch Frauen – lichtete Pfeiffer in der Schweiz und in Paris ab. Doch das grosse Geld oder den internationalen Durchbruch brachte seine Art von Fotografie damals noch nicht.
Der Durchbruch Zu einem Zeitpunkt, an dem andere bereits an die Pensionierung denken, veränderte sich Pfeiffers berufliche Karriere nochmals radikal. Der Schweizer Schauspieler und Verleger Patrick Frey war es, der ihn Anfang der 2000er-Jahre ins internationale Geschäft brachte. Die beiden gaben das Buch «Welcome Aboard» mit Pfeiffers schönsten fotografischen Werken heraus. Danach wurden seine Fotos populärer denn je. Pfeiffer selbst begründet den plötzlichen Erfolg mit der Aussage: «Ich mache nichts anders als früher, aber der Zeitgeist hat sich verändert.»

Das Schöne
Heute jettet der gebürtige Schaffhauser für seinen Job um die Welt. Erst kürzlich hat er Schauspieler Bill Skarsgård, der den unheimlichen Clown der neuen It-Verfilmung spielt, in London abgelichtet.
Pfeiffer selbst meint: «Ich habe wohl einfach ein Auge für das Schöne.» Dieses Auge ist gefragt – und so sagt auch Model und Schauspielerin Cara Delevingne: «Walter, with you anytime» – Walter, mit dir jederzeit.

Der InternationaleWalter Pfeiffer wohnt seit Jahrzehnten in Zürich. Schon oft wurde er gefragt, warum er nicht in London, Paris oder Tokio lebe. Pfeiffer meint: «Es ist so perfekt, zurückzukommen. Wieder das Aschenbrödel zu sein, wieder von vorne anzufangen und sich auf anderes zu konzentrieren.»
In einer dieser Weltmetropolen könnte das Wanderlexikon, wie ein Freund ihn bezeichnet, wohl auch nicht so oft durch die Schweizer Berge wandern – Pfeiffers zweite grosse Leidenschaft.

Die Zukunft
Walter Pfeiffer hat bereits rund 40 Jahre Berufserfahrung und erreicht, wovon viele Modefotografen nur träumen. Trotzdem ist er unsicher. Er glaubt nicht, dass sein Erfolg ewig anhalten wird und fühlt sich oftmals nicht ernst genommen. Erstaunlich für einen Mann, der von Dior und der Vogue gebucht wird und nun sogar einen eigenen Kinofilm erhält.
Etwas fehlt Walter Pfeiffer noch: «Eine langjährige Beziehung hat es nie gegeben. Leider. Aber vielleicht kommt das ja noch.» Wir wünschen dem Ausnahmetalent, dass sich auch der Traum einer Liebe für ihn erfüllt.

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Das Magazin - Eine Kolumne von Katja Früh

Personen im Film über W. Pfeiffer
Schumacher über Pfeiffer

Walter Pfeiffers Weg
Regisseur Iwan Schumacher

NZZ - Artikel über W. Pfeiffer
Watson - Artikel über W. Pfeiffer
Das Pfeiffersche Fieber - Look Now