Kinoimschlosshof
   

L'Opéra de Paris
Ein fantastischer Tauchgang ins Herz der Pariser Oper

Der neue Film von Jean-Stéphane Bron ("Mais im Bundeshuus") taucht ein in das pulsierende Leben der Pariser Oper, einer der weltweit faszinierendsten Stätten der lyrischen Kreativität. Die Opéra de Paris – für Leidenschaftliche und Neuentdecker. Jean-Stéphane Bron zeigt auf Augenhöhe das Zusammenspiel der Protagonistinnen und Protagonisten auf und hinter der Bühne und die Entstehung grandioser Inszenierungen an diesem weltweit renommierten Opernhaus. Ein subtiles und humorvolles Portrait von diesem Schmelztiegel der Kreativität, in dem sich auch politisch und gesellschaftlich aktuelle Themen widerspiegeln.

L’Opéra de Paris gestaltet sich wie ein Bilderbuch, deren Geschichten einen Blick hinter die Kulissen bieten. Ein faszinierendes Ineinandergreifen von kreativem Schaffen und minutiöser Planung. Zusammengehalten von der geschickten Hand des Direktors engagieren sich SängerInnen, TänzerInnen, MusikerInnen, BühnenarbeiterInnen… mit Leidenschaft und Herzblut bei der Entstehung grandioser Inszenierungen. Der Regisseur wandelt durch die Hallen und auf der Bühne der Oper - und offenbart so eine magische Welt voller Überraschungen.

Zunächst wird der Fokus auf das gelegt, was sich abseits vom Trubel auf der Bühne abspielt: Stundenlange Regiearbeit, die talentierten Hände von Nähern und Näherinnen und das Werk jener Frauen, die mit dem Besen über die Bühne schweben und ihr wieder den nötigen Glanz verleihen, erwecken die Oper im Hintergrund zum Leben. Dann konzentriert sich der Filmemacher auf die Arbeit von Benjamin Millepied und Stéphane Lissner, denen von der Medienarbeit bis zur Organisation der Strümpfe des Orchesters nichts erspart bleibt. Auf diese Weise wirkt die Oper wie ein Bienenstock gefüllt mit Schaustellern, in dem sogar der Assistent seiner Majestät Mozart tief ergeben ist. Diese Zusammenstellung kreiert so eine Ode ans Detail mit ganz viel Leidenschaft und nimmt uns mit in eine zauberhafte Welt voller Kreativität.
Schliesslich begleiten wir einen jungen Bariton aus dem Ural, der ganz frisch bei der Pariser Oper gelandet ist. Sein Entzücken über seine Arbeit lässt einem selbst zum Träumer werden, besonders bei seinem Treffen mit dem Sänger Bryn Terfel. Mit all diesen Eindrücken nimmt einen der Dokumentarfilm mit auf eine Reise auf die andere Seite des Spiegels, wie in Alice im Wunderland: An einen fast unvorstellbaren Ort, wo Träume und Harmonie praktisch im Überfluss vorhanden zu sein scheinen.

Ein spannender, schöner Film, den man gut auch zwei oder drei Mal anschauen kann.

Drehort: Fr/CH 2017
Laufzeit: 110 Minuten
Verleih: Frenetic
Regie: Jean-Stéphane Bron
Darsteller: Stéphane Lissner u.a.
F/d
Altersfreigabe: 6/12


Kritik und Presse
Gespräch mit Regisseur (NZZ)
Bericht im Filmbulletin
Bericht sonntagszeitung.ch

Trailer Original (französisch) deutsche Untertitel