Kinoimschlosshof
   

Maudie
Die Malerin Maud Lewis und ihre Liebe zur naiven Malerei und ihrem Mann

Die wahre Geschichte der erfolgreichen Malerin Maud Lewis gleicht deren naiven Kunst: Sie ist einfach, naiv, anrührend. Es ist die gefühlvoll erzählte Geschichte von zwei Aussenseitern, die aus ihrer Einsamkeit heraus zusammenfinden. Als Folge einer rheumatoiden Arthritis als Kind litt Maudie schon früh in ihrem Leben an Behinderungen an Armen und Händen. Neben ihrem Lebensmittelpunkt, der Malerei, zeigt der Film eine kleine, berührende Liebesgeschichte mit zwei tollen Darstellern.

Maudie, die unscheinbare, klein gewachsene Frau von Mitte 30, lebt in den 1930er-Jahren bei ihrer Tante Ida in einem kleinen Dorf in Neuschottland (Kanada). Als ihr Bruder Charles ihr erzählt, dass er ihr Elternhaus verkauft hat, ist sie entsetzt. Sie fühlt sich unwohl bei Ida. Nur ihr Hobby, das Malen, bringt ihr etwas Freude. Sie findet schliesslich eine Anzeige des Fischhändlers und Trödlers Everett Lewis, der eine im Haus mitwohnende Haushaltshilfe sucht, und bekommt den Job.
Everett ist wortkarg und mürrisch und lebt mit zwei Hunden in einem abgelegenen, winzigen Häuschen mit nur einem Raum ohne Strom und fliessendem Wasser. Auf einem Schlafboden über dem Raum steht das einzige Bett, das sie sich teilen müssen. So leben sie fortan zusammen und kommen sich zögerlich näher. Maud versucht, weiterhin ihrer Leidenschaft, der Malerei, nachgehen zu können. Schliesslich heiraten die beiden und Maud wird bald zu einer lokalen Berühmtheit. Zunächst durch den Verkauf von Postkarten, später auch kleineren Gemälden, macht sie auf sich aufmerksam. Ihre Motive gelangen sogar nach New York. Den wortkargen Everett kann sie zunehmend mit Stolz erfüllen.

Jahre später verschlechtert sich Mauds Gesundheit, sie bekommt Probleme mit ihrer Lunge. Eines Tages im tiefen Winter, als sie einen schweren Holzklotz ins Haus tragen will, stürzt sie in den Schnee und kann nicht mehr aufstehen. Everett begleitet sie im Krankenhaus beim Sterben. Als er nach Hause kommt, trägt er Mauds Werbeschilder ins Haus und zieht die Tür hinter sich zu. Es wird dunkel im Haus.

Die Malerin Maud Lewis wurde mit ihrer naiven Naturmalereien bekannt und zählt bis heute zu den beliebtesten kanadischen Folk-Art-Künstlerinnen. Dass sie etwas ganz Besonderes ist und gegen ihr Schicksal ankämpft, das macht "Maudie", der Film, ohnehin jede Sekunde klar. Sally Hawkins, eine zweifellos herausragende Schauspielerin, vertieft sich in ihre Figur mit beinahe schon übergrosser Verzückung. Noch im grössten Elend ringt sie ihr ein optimistisches Lächeln ab, mit dem sie ihre Umgebung mitzureissen versteht.

Drehort: Irland, Kanada 2016
Laufzeit: 115 Minuten
Verleih: Frenetic Films
Regie: Aisling Walsh
Drehbuch: Sherry White
Musik: Michael Timmins
Darsteller: Ethan Hawke, Sally Hawkins, Kari Matchett, Zachary Bennett, Gabrielle Rose, Billy MacLellan, Marthe Bernard, David Feehan, Lawrence Barry, Greg Malone, Nik Sexton, Mike Daly, Brian Marler, Denise Sinnott, Judy Hancock, Lisa Machin, Erin Mick, Kate Ross, Hudson Wentzell
E/d/f
Altersfreigabe: 12/10

Pressestimmen
Die Malerin Maud Lewis

Trailer Original (englisch) deutsche Untertitel