Kinoimschlosshof
   

 

 

Jimmy's Hall
Gespräch mit dem Hauptdarstellerin Simone Kirby

Wie würden Sie Ihren Filmcharakter beschreiben?

Ich spiele Oonagh, in die sich Jimmy verliebt. Zu Beginn der zwanziger Jahre waren sie eine Art Paar, doch dann verlässt er sie. Er kommt 10 Jahren später zurück, sie ist verheiratet und hat eine Familie, doch ihre Gefühle füreinander sind immer noch sehr stark. Sie arbeitet auch in der Verwaltung des Saals mit und gibt Tanzkurse.

Wie stellen Sie sich ihre Vergangenheit vor?

In den zwanziger Jahren muss Jimmy sein Land verlassen, er fragt sie, ob sie mit ihm kommt, doch sie ist das einzige Kind, ihre Mutter siecht dahin, ihr Vater wäre ohne sie verloren… Man kann sagen, dass sie zu jenen Frauen gehört, die sich seit langem um andere und um das Haus gekümmert haben. Sie ist ganz sicher sehr tüchtig und musste schon sehr jung viel Verantwortung und viele Verpflichtungen übernehmen.

Ist sie von einer wahren Person inspiriert?

Nicht in Jimmys Geschichte, aber ich habe seinen Nachfahren dennoch erzählt, dass ich jene Frau spiele, in die er sich verliebt hatte…

Wie sind Sie zu dem Filmprojekt gestossen?

Mein Londoner Agent hat ein Treffen mit Ken Loach arrangiert und wir haben uns nur fünf Minuten lang unterhalten. Anschliessend hat man mir gesagt, dass ich zwei Wochen später kommen soll, um ein paar Szenen zu improvisieren. Dann bin ich nach London zurückkehrt, dann zwei Tage nach Dublin, insgesamt also war es ein sehr langer Prozess. Als man mir die Rolle angeboten hat, kannte ich noch nicht einmal den Namen der Figur. Ich wusste, dass sie von der Geschichte von Jimmy Gralton inspiriert war, und ich habe mich im Internet kundig gemacht. Ich wusste fast nichts über sein Leben und habe Rebecca O‘Brien nach Details gefragt. Ken Loach rief mich zurück und sagte: „Ich werde dir erklären, wen du in dem Film interpretierst: es ist eine fiktive Figur, es handelt sich nicht um ein Biopic“. Dann habe ich locker gelassen und mir gesagt: „Ich habe keine Ahnung, wer meine Figur ist, also ist es besser, wenn ich aufhöre, dran zu denken. Ich werde einfach aufkreuzen und die Rolle spielen, die man von mir will!“

Wie verlief Ihre bisherige Karriere?

Ich stamme aus Ennis, zog mit 17 Jahren nach Galway und habe Amateurtheater gemacht, bevor ich meine Ausbildung in Dublin begann. Ich lebte einige Jahre in Dublin, bevor ich aus beruflichen Gründen nach London umgezogen bin: ich wollte Projekte wie dieses ausfindig machen. Deshalb ist es wirklich komisch, dass ich nach Irland zurückgekommen bin, um dort meine bisher grösste Rolle zu spielen.

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Geschichtlicher Hintergrund
Der Regisseur Ken Loach
Der Drehbuchautor Paul Laverty
Der Hauptdarsteller Barry Ward
Filmbeschreibung zeit.de
Kritik und Presse