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The Big Sicke
Kritiken und Pressestimmen

Die Konstellation ist nicht neu, aber gleichwohl aktuell: Das war bei «Romeo und Julia» schon so. Zwei junge Menschen verlieben sich – gegen alle Konventionen und Standesdünkel. Im aktuellen Fall geht es um Traditionen, Vorurteile und Kulturunterschiede. Um nicht zu viel zu verraten: Die «Grosse Krankheit» wirkt reinigend, und die Liebe siegt. Anders als etwa im aktuellen belgischen Spielfilm Noces, in dem sich eine junge Pakistani gegen Zwangsheirat und Fremdbestimmung wehrt. The Big Sick geht das Thema zwar auch gesellschaftskritisch, aber komödiantisch und ironisch an. In die Liebesgeschichte mit Hindernissen fliessen auch die Erfahrungen von Schauspieler Kumail Nanjiani und Emily V. Gordon, die am Drehbuch mitarbeitete und mit Kumail verheiratet ist (Bild), ein. Michael Showalter hat den Multikulti-Crash ernsthaft, gleichzeitig witzig und tragikomisch inszeniert. Er hält gekonnt die Bilanz zwischen Sozialkritik, zwischenmenschlicher Ironie und Screwball-Spritzigkeit – besonders in den Dialogen. Die Liebesromanze über zwischenmenschliche Komplikationen und Unzulänglichkeiten amüsiert. Sie ist spritzig und wurde in Locarno mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Rolf Breiner, Cineman

Seine Weltpremiere feierte «The Big Sick» am 20. Januar 2017 auf dem Sundance Film Festival – an dem Tag, an dem Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Mike Ryan der Branchenplattform Uproxx schrieb dazu: «Die Stimmung in Park City war furchtbar. Alle waren am Boden zerstört, erst recht am Tag der Vereidigung. Und dann sah ich ‚The Big Sick‘. Ich habe gelacht. Ich habe geweint. Und für über zwei Stunden habe ich die Welt vergessen. Zurzeit macht mich die Welt da draussen traurig und dann kommt dieses Stück Unterhaltung, das mich glücklich macht. An einem Tag wie Freitag war dieser Film genau das, was ich brauchte. Es ist unmöglich, den Film nicht zu mögen!» Der Film war DER Publikumshit des Festivals. Kitag

Haarscharf an schnulzigen Nicholas Sparks-Hollywood-Klischee-Rom-Coms vorbei, schrieb der pakistanisch-amerikanische Schauspieler und Comedian Kumail Nanjiani zusammen mit seiner Lebenspartnerin Emily V. Gordon ihre eigene turbulente Liebesgeschichte nieder. Die von Michael Showalter auf die Leinwand gezauberte Komödie The Big Sick, die mit Culture-Clash-Elementen, einer seltenen Krankheit, dramatischen und zu Herze gehenden Ereignissen und vielen clever geschriebenen Lachern durchgehend starke Unterhaltung bietet, ist eine herzerwärmende und komische Geschichte, die nur das Leben schreiben kann. Outnow

Der Spielfilm «The Big Sick» zeichnet sich aus durch grosse Lebensnähe in Darstellung und Dialog. Ob sich diese Qualität dem Umstand verdankt, dass die beiden Drehbuchautoren Emily V. Gordon und Kumail Nanjiani (der sich auch selber spielt) ihre eigene Liebesgeschichte erzählen, sei dahingestellt. NZZ

Es ist aussergewöhnlich, wie gekonnt "The Big Sick" Humor mit Herz vermischt. Die Figuren wirken echt und das Zusammenspiel der Schauspieler ist grandios harmonisch.

Eine unaufdringliche Perle, die sich fast unbemerkt anschleicht und den Betrachter heimlich vereinnahmt um ihn mit der allerletzten Szene endültig zu verschlingen. Es gibt kein Entrinnen.

Herrliches Debut. Zeitweise schwarz-ironisch-komisch und im gleichen Moment tragisch.
Tolle Schauspieler. Tolle Umsetzung einer wahren Geschichte.


Auszeichnungen
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