Kinoimschlosshof
   

Das Leben vor dem Tod
2. Platzierung Bernerfilmpreis

Für diesen Film gibt es keine freien Plätze mehr in unserem Kino.
Anschliessen an den Film findet ein Gespräch mit dem Regisseur Gregor Frei statt, mit der Möglichkeit, ihm zum zweiten Platz beim Berner Fiolmpreis zu gratulieren, und Fragen zu stellen. Danach wird von BE MOVIE ein kleiner Apéro spendiert.

"70 ist genug!", sagt Armin und nimmt Leben und Tod in die eigene Hand. Mit dieser Ansage bringt er die Freundschaft zu Nachbar Goffredo ins Wanken. Goffredo, der kunstsinnige Praktiker, fordert Armin heraus, dieser kontert messerscharf.

Zwei Welten und zwei Lebensmodelle prallen aufeinander. Ein herzhafter Streit entbrennt, in dem die beiden Exil-Deutschschweizer immer mehr Ähnlichkeiten offenbaren. Eine Geschichte von Abneigung und Liebe, von Verständnis und Sturheit. Und ein Film über das Filmemachen. Auch der Regisseur, Goffredos Sohn, wird zum Protagonisten: Ob jung oder alt, der Tod betrifft uns alle.

Das Leben vor dem Tod erzählt die einzigartige Geschichte eines lebensmüden Nachbars, die Chronik einer Vater-Sohn-Beziehung, die sich an der Lebensmüdigkeit dieses Nachbars aufreibt, und die Geschichte von einem kleinen Weiler im Tessin, wo fast nur noch alte Menschen leben. Die radikale Haltung Armins bricht ein Tabu. Die Fragen, die dadurch ausgelöst werden, betreffen alle Menschen.

Die hochaktuelle Frage des selbstbestimmten Sterbens wird in DAS LEBEN VOR DEM TOD nicht einfach nur abgehandelt. Denn die Perspektive des Regisseurs ist keineswegs eine neutrale – Gregor Frei ist der Sohn des einen Streithahns und möchte, dass es in seinem Film auch etwas abgeht. Dafür greift er ein und schürt die Konflikte, bis sie explosiv filmtauglich sind. Diese Einflussnahme wird sehr offen betrieben und kann auch zu Diskussionen anregen darüber, wie stark die Kamera und die Regie einen Dokumentarfilm inszenieren. Darf man seinen Vater einfach so filmen?, ist damit die eine Frage, neben der freilich noch wichtigeren, die der Film stellt: Darf man einfach so sterben?

Drehort: Schweiz 2018
Laufzeit: 107 Minuten
Verleih: Mythenfilm
Regie: Gregor Frei
Musik: Klaus Gesing, Kapelle Treibsan, Marco Zappa
Schweizerdeutsch
Altersempfehlung: 14/12

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